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Gottes Stimme hören: Wie Gottes Stimme ihre Kraft entfaltet -- 5. Nov 2004

Häufig geht es bei Stimme Gottes hören darum, möglichst abgeschieden zu sein, um Platz zu machen, dass Gott sprechen kann. Menschen sind ins Kloster oder die Wüste gegangen, um Gott zu hören. Es gibt aber auch ein Tradition, bei der die Stimme Gottes in Gemeinschaft gehört wird. Zum Beispiel die Papstwahl: die Kardinäle schließen sich ein, bis sie den richtigen gefunden haben. Oder Ehewahl: in vielen Kreisen wird die Gemeinde mit einbezogen, wenn es darum geht, den Partner fürs Leben zu finden. Was kann Gemeinschaft oder anderen Leute dazu beitragen, Gottes Stimme zu hören?

Eigentlich ist es ja komisch, dass Gottes Stimme zu hören oft so schwer ist: Gott ist willig, wir sind willig und es klappt doch nichts. Warum? Es gibt zwei Probleme:

1. Eine Haltung, die sich als Neutralität
kennzeichnen lässt. Dabei handelt es sich um eine Mischung von Passivität, Unglaube und Angst. In dieser Position fühlt man sich vielleicht als Looser oder als Opfer. Jesus fordert bei Heilungen immer ein Aktion der Kranken. Häufig ist klar, was den Leuten fehlt (z.B. Blindheit oder Krüpel), aber Jesus fragt: Was willst du, dass ich dir tue? Erst als die Leute sagen, was sie wollen, passiert Heilung. Leute in einer neutralen Haltung gehen vielleicht in die Kirche, verhalten sich angemessen, sind aber innerlich nicht aktiv. Mit dieser Haltung kommt man nicht weit, im Hören auf Gott. Es heißt in Hebräer 11: ?Wer zu Gott kommt muss glauben, dass Gott belohnt!?. Das heißt man braucht ein Element von Festhalten oder Ausstrecken nach Gott. In einer neutralen Haltung wartet man, bis Gott was macht, ohne sich danach aktiv auszustrecken. Daher erlebt man Gott auch wenig bis gar nicht.
2. Eine Haltung, die sich als Isolation
beschreiben lässt.Diese Haltung ist fast das Gegenteil. Sie ist eine Mischung aus Stolz und Wissen mit dem Gefühl, viel zu verstehen, der Checker zu sein oder ein Superstar. Häufig geht es darum, was richtiges erkannt zu haben. Dann regt man sich über andere oder die Kirche auf, und kann dort nicht mehr hingehen, weil die alle das nicht richtig machen. Man sieht sich als Verfechter der Wahrheit und einzig Aufrichtigen. Letztlich isoliert man sich aber damit. Und man erlebt nichts mehr mit Gott. Sprüche 3: ?Gott widersteht dem Stolzen?.


Kennzeichnend ist auch, dass man sich in beiden Situationen zu unterschiedlichen Zeiten wiederfinden kann. Was haben die beiden Positionen gemeinsam? Sie sind im Kern ein hartes Herz:

- die Isolierten: sie sind so von ihrer Erkenntnis überzeugt, dass sie sich nicht mehr auf Beziehungen einlassen können.
- Die Neutralen: sie sind so an ihre Abhäng-Position gewöhnt, dass sie sich nicht aufraffen können und wollen, etwas aktiv anzupacken. In Markus 8, 14-17 haben die Jünger kein Brot dabei und wundern sich, wie sie zu Essen bekommen. Und das nachdem kurz zuvor Jesus mit 7 Broten 4000 Leute ernährt hat. Was ist Jesus Kommentar dazu: ?Was bekümmert ihr euch doch, daß ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht, und begreift ihr noch nicht? Habt ihr noch ein verhärtetes Herz in euch?? Unglaube ist also auch ein hartes Herz zu haben.



OK, es gibt also diese 2 Positionen, die uns von Gottes Stimme abhalten. Was ist aber die Lösung, um da rauszukommen?

Antwort: Gemeinschaft. Hebräer 3, 13: ?ermahnt euch selbst alle Tage, solange es «heute» heißt, daß nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der Sünde.? Wir brauchen andere Leute, also Gemeinschaft, um nicht ein hartes Herz zu bekommen. Gemeinschaft ist die Antithese zu einem harten Herz. Wie wirkt das?
- für die Isolierten: es bringt Demut und Korrektur mit sich, sich auf andere einzulassen.
- Für die Neutralen: es bringt Ermutigung und Ansporn.


Wie kann man das Hören auf Gott mit anderen Leuten umsetzen?

1. Öffne die für Jesus-Beziehungen
Es gibt eine besondere Verheißung für direkte Beziehungen: ?Wo 2 oder 3 beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen?. Nicht bei 20 oder 200, sondern bei 2 oder 3. Warum? Weil da kann man richtig miteinander reden. Ab 4 Leute fängt schon Gruppendynamik an, dass jemand leitet, jemand mehr im Hintergrund ist. Aber bei 2 oder 3 ist ein offenes, ehrliches Gespräch möglich. Das ist DER Punkt, um im Glauben weiterzukommen: eine offene und ehrliche Beziehung mit jemand anderem, der auch mit Jesus auf dem Weg ist.

2. Richte nicht sofort
Ein hartes Herz führt dazu, die Welt sofort in richtig oder falsch einzuteilen. Nach den ersten Sätzen urteilt man, ob jemand anderes etwas richtiges sagt, oder nicht. Damit verbaut man sich oft das Gute, das vielleicht im 15. Satz erwähnt wird. Auch der Dialog mit Gott ist so. Die inneren Gedanken, die einem kommen, wenn man betet und auf Gott hört, sind nicht immer klar einzuteilen. Wenn man dann gleich sagt: Oh, das bin nur ich, dann kann man Gott nicht mehr wahrnehmen, der vielleicht doch in den eigenen Gedanken steckt. Also, etwas Abstand und erst mal eine Weile hinhören, bevor man ein Urteil vollstreckt.

3. Bitte Jesus, zusammen mit anderen, um das, was du brauchst
Wir alle kochen mit Wasser und haben Probleme. Häufig braucht es Überwindung, mit Jesus offen darüber zu reden. Und häufig noch mehr Überwindung, das mit anderen zu bereden. Aber wenn wir offen sind und gemeinsam beten, erleben wir, wie wir ermutigt und getragen werden, und Gott durch andere Leute zu uns spricht. Dadurch wird unser Charakter geformt und wir lernen in unserer Schwachheit, stark zu sein. Dadurch bekommen wir ein dauerhaft weiches Herz, wir werden ermutigt zum Weitermachen und kommen nie auf den Gedanken, der Held der Welt zu sein.


Schluss: Gemeinschaft ist Gottes Geschenk an uns, dass wir empfänglich bleiben. Wenn wir ein weiches Herz behalten (glauben ohne unsere Menschlichkeit zu verlieren), werden wir auf jeden Fall Gott hören. Gott will mit dir sprechen. Wenn du dich darauf einlässt, wirst du ihn hören.


veröffentlicht von marlster am 8.11.04

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