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Berufung finden: Freunde unterwegs -- 12. Feb, 2006

Google ist eine der momentan erfolgreichsten Firmen. Wie haben die ihren Weg gefunden? Larry Page hatte als Kind den Traum, ein Erfindungsgenie zu werden und damit viel Geld zu verdienen (nicht sehr spezifisch). Stanford University schien ihm die beste Möglichkeit dazu. Dort traf er Sergey Brin, der nur an der Uni war, um zu surfen. Als Larry seine Abschlussarbeit schreibt, weiß er nicht so recht, was er machen soll. Irgendwie interessiert ihn das Internet und die Beziehungen zwischen Seiten. Er will rausfinden, wie populär seine eigene Seite ist und macht sich auf die Suche nach Links, die auf ihn verweisen. Er merkt, dass man so die Popularität von Internetseiten herausfinden kann und nimmt sich vor, dass für das gesamte Internet zu erforschen. Da es mathematisch komplex wird, nimmt er sich Sergey dazu und sie erarbeiten eine neue Technik. Sie haben wenig Absichten damit, sie haben keinen Business-Plan, sie streiten sich ob sie es wissenschaftlich veröffentlichen sollen oder kommerziell nutzen. Irgendwann gibt ihnen jemand Geld, um neuen Hardware zu kaufen, und so müssen sie eine Firma gründen, um den Check einzulösen. Google ist gegründet.
Die Geschichte zeigt, dass Berufungen häufig nicht klar sind. Man fängt an mit etwas, man folgt einer Leidenschaft, man trifft Leute. Und gerade wenn man gemeinsam unterwegs ist, erhöht man die Chancen, dass man sich in Situationen wiederfindet, die auf die eigenen Gaben passen und zum Wohl der Welt dienen.
Filmausschnitt: Das Leben des Brian - was haben die Römer uns schon gebracht?
Auch hier ist der Knackpunkt, dass sie gemeinsam über ein Thema diskutieren und so mehr Dinge erkennen als alleine.
Sprüche 17,27 - so wie Eisen Eisen schärft, so formt ein Mensch den anderen. Epheser 4 - lasst uns in Liebe die Wahrheit sprechen, dass wir hinwachsen zu Jesus.
Beziehungen sind ein Geschenk und formen unser Leben. Wir sind häufig das, was unsere Beziehungen sind. Es gibt zwei Aspekte:
- Freundschaft - einfach einander cool finden, Zeit miteinander genießen. Der Liebe-Aspekt
- Wahrheit - Personen von denen wir Lernen (ob Uni, Sport, Beruf usw).
Richtige Kraft entsteht, wenn diese 2 Aspekte zusammen kommen: Freundschaft und gegenseitige Zuneigung mit gemeinsamen Ambitionen, Lernen und Aufrichtig sein.
Momentan ist Coaching und Mentoring super-populär. Warum? Es verbindet die beiden Aspekte: Lernen im Beziehungskontext. Leute merken, dass das sie viel weiter bringt, als reines Faktenlernen.
Das Leben mit Gott birgt diese Chance: Freunde finden, mit denen man gemeinsam bewusst Gott nachfolgt. Dann kann sogar aus unklaren Ansätzen wirkliche Power entstehen. Gott-zentrierte Beziehungen sind ultra-wichtig; Beziehungen, in denen man sich mag und das Leben mit Gott ein Thema sein kann.
Die Geschichte ist voll von solchen Leidenschaft-meets-Freundschaft Geschichten: - Google: Larry Page, Sergey Brin
- Auto: Gottlieb Daimler, Benz, Ferdinand Porsche
- Phyisk: Albert Einstein, Niels Bohr
- Religion: Luther, Zwingli, Erasmus, Calvin
- Fußball: Beckenbauer, Müller, Maier etc
Ein afrikanisches Sprichwort: Willst du schnell gehen, geh allein Willst du weit gehen, geh mit Freunden
David ist ein biblisches Beispiel für diese Dynamik. In seiner schwächsten Stunden, als er Mord und Ehebruch begeht, konfrontiert ihn ein Mensch über sein verhalten (Wahrheit). David macht sich diesen Menschen zum Freund und an seinem Todesbett findet er sich wieder (Liebe).
Um das zu unterstützen, haben wir uns Fragen ausgedacht, um ein Gespräch über Gott in Gang zu bringen. Diese sind: - Wie hat Gott dir in dieser Woche seine Gegenwart gezeigt?
- Was lehrt dich Gott gerade?
- Wie reagierst du auf Gottes Reden?
- Gibt es jemand dem du in der kommenden Woche von Jesus erzählen kannst?
- Gibt es irgendwelche Sünden, die du bekennen musst?
Tipps um das ganze umzusetzen: - Fang an: wenn du Leute in deinem Umfeld hast, mit denen du klar kommst, überleg dir ob ihr vielleicht bewusst Gott zum Thema machen wollt. Vielleicht anhand der Fragen, vielleicht anders. Triff dich mit Leuten zum Beten.
- Gib dich Hals über Kopf ein Leben lang in Kleingruppen: Hauskreise können genau diese Dynamik haben. Aber es geht nur, wenn du dich aktiv beteiligt bist. Wenn du Gastgeber, nicht nur Gast bist.
- Finde Leute, die ähnliche Leidenschaft haben: es gibt eine Fülle von Interessens-Kanälen: Konferenzen, Magazin, Bücher, Blogs. Geh dort hin, um Leute kennenzulernen, die so ticken wie du. Die können dir Fragen stellen, dich inspirieren, dich herausfordern.
Jesus sagt: wo 2 oder 3 in seinem Namen beisammen sind, da ist er. Diese Kleingruppen haben die größte Kraft fürs geistliche Leben, das es überhaupt gibt. Es entsteht dort, wo Kommunikationswege kurz sind. Dort ist die Gegenwart Gottes. Dort finden wir unsere Berufung.
veröffentlicht von marlster am 18.2.06 1 Kommentare: danke.
Von Warnschild am 6:28 PM
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