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Zugänge zu Gott: die Kraft der 3 unnötigen Disziplinen -- 12. März 2006

Viele Menschen sammeln Erlebnisse mit Gott, wenn sie sich ihm zuwenden. Das passiert häufig in Not oder Krisen. Es ist nicht so schwer, diesen einen Zugang zu Gott zu haben, aber die dauerhafte Beziehung mit ihm ist schwierig. Warum? Weil uns Dinge im Leben ablenken, vor allem Zeit, Materielles und Position. Das sind Bereiche, wo uns das Leben über den Kopf wächst und den Zugang mit Gott erschwert.
Es sind uns Aktivitäten gegeben, um trotz dieser Lebensfaktoren den Kopf freizubekommen. Diese Disziplinen sind �unnötig" in dem Sinne, dass sie das Problem nicht lösen, sondern ändern. Unser Problem mit zu wenig Zeit wird durch den Sabbat adressiert - wir nehmen einen Tag in der Woche, um uns auf Gott, Gemeinschaft und Glaube auszurichten. Unser Problem mit Angst um Materielle Dinge wird durch Fasten bearbeitet - wir entziehen uns die Nahrung, um eine Zeit der Reinigung und Hinwendung an Gott zu erleben. Unser Mangel an Geld und die Sorgen, die das mit sich bringt wird durch das Geben des 10ten verändert - wir geben 10% unsere Einkommens an Gott als Zeichen, dass wir ihm vertrauen und bereit sind, von ihm versorgen zu lassen. Alle drei Bereiche nehmen was weg von dem, wo wir das Gefühl haben, sowieso schon zu wenig zu haben. Das Paradox ist: vom wenigen nehmen wir was weg und haben letztlich mehr!
Sabbat Gott schafft die Welt in 6 Tagen. Am 7. ruht er, schaut sich alles an und heiligt den Tag. Das ist so wichtig, dass er es in die 10 Gebote reinschreibt! Wir brauchen einen Tag Ruhe in der Woche. Dabei geht es um folgendes:
- Feiern - wir rufen uns in Erinnerung, was Gutes passiert ist. Als deutsche mögen wir Optimismus nicht so gern, aber es ist wichtig, die guten Dinge zu erkennen und zu benennen. Ansonsten verpassen wir, wie viel Gutes uns eigentlich widerfährt. Am Sabbat können wir Zeugnis abgeben, was Gutes passiert.
- Lasten ablegen - nicht alles in unserem Leben ist gut. Wir können uns an diesem Tag die Zeit nehmen, unsere Lasten und Probleme bei Gott abzugeben. Andere können für uns beten. Wir erleben Barmherzigkeit und neue Ausrichtung.
- Reinigung - wir werden ausgerichtet an dem, was zentral und wichtig ist. Die Hektik des Alltags tritt in den Hintergrund und wir werden durch Gottes Wort erneuert. Eph 5 spricht davon, im Wasser des Worts gewaschen zu werden. Unsere Seele braucht Zeiten den Neuausrichtung und Erneuerung.
Fasten Fasten ist der bewusste Entzug von Nahrung, um Raum für Gott zu schaffen. Es ist eine Zeit der Reinigung und Neuausrichtung. Der Körper fängt an, Giftstoffe auszustoßen. Die Seele ist offen vor Gott und häufig passiert es ähnlich, dass Korrektur und Neuausrichtung stattfindet. Letztlich bewirkt die Fastenzeit auch, dass man dankbarer wird für viele Dinge. Man bestärkt seine materielle Abhängigkeit von Gott und erlebt sich so stärker getragen.
Zehnter Geld hat eine wahnsinnige Macht über unser Verhalten und unsere Gedanken. Gott fordert uns auf, die ersten 10% unseres Einkommens an ihn zu geben (bzw die Gemeinde). Das Resultat ist, dass wir ihm für unsere Versorgung trauen und entspannter mit Geld umgehen können. Maleachi 3 spricht zum einzigen Mal in der Bibel, dass wir Gott prüfen sollen: �bring deinen Zehnten ins Haus Gottes und prüf mich, ob ich dich nicht segnen werde." Beim Geld wird der Glaube konkret, genauso wie die Versorgung durch Gott.
Letztlich bedeuten diese Disziplinen, dass wir für unseren Zugang zu Gott kämpfen müssen. Gott gibt sich nicht als Mitbewerber in unserem Leben zufrieden, sondern will die Priorität Nr. 1 sein. Sabbat, Fasten und Zehnter helfen uns dabei.
veröffentlicht von marlster am 17.3.06 0 Kommentare:
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