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Vorwärts scheitern: aus Fehlern gewinnen -- 13. Mai 2006




Heute starten wir mit regelmäßigen Gottesdiensten am Tag vor Muttertag. Der Muttertag ist eigentlich ein spezielles Datum in der Geschichte der Vineyard. Dort erlebte passierten einige Durchbrüche und der erste Gottesdienst war auch am Muttertag. Einer der großen Durchbrüche war, als zum ersten Mal jemand in der jungen Vineyard-Gemeinde geheilt wurde. Damals war John Wimber der Pastor der Gemeinde und sie predigten durch das Lukas-Evangelium. Dabei fiel ihnen auf, wie Jesus nicht nur redete, sondern auch was tat. Also entschlossen sie sich, das auch zu probieren. Sie predigten über das Wort Gottes und beteten dann für Kranke und Kaputte Leute. Allerdings passierte zunächst nichts. Niemand wurde geheilt oder fühlte sich besser. Die Woche drauf machten sie das wieder. Wieder nichts. Nächste Woche wieder. Wieder nichts. Die Leute in der Gemeinde finden sich an, über diese Praktik zu wundern. Vielleicht sollte man das ganze aufhören. Aber John Wimber war der Meinung, dass Jesus das tat, also müssen sie es auch tun. Es wurde weiter gebetet - und weiterhin passierte nichts. Nach 2 Monaten fingen die ersten Leute an, die Gemeinde zu verlassen. Es ging weiter so - 3 Monate, 4, 5, 6, 7, 8. Die Gemeinde durchlebte jetzt eine echte Krise. Immer mehr Menschen gingen. John war frustriert und wollte aufhören, fühlte aber, dass das falsch sei. 9 Monate - immer noch nichts. Im 10. Monat bekam er dann den Anruf von einer neuen Person, die krank war und unbedingt zur Arbeit musste. John überlegte sich auf dem Weg zum Haus, wie er erklären sollte, dass sie zwar beten aber Gott nicht immer heilt. An diesem Morgen gab es die erste Heilung. Das war der Durchbruch. In den Jahren danach ging es ab und viele Menschen erlebten, wie Gott heilt und befreit.


Das ist die Geschichte davon, im Glauben Risiko einzugehen. Es geht um Scheitern, aber nicht dabei stehen zu bleiben, sondern durch das Scheitern voran zu kommen. Vorwärts scheitern! Letztlich sind Glaubensaktionen immer mit Unsicherheit verbunden. Man geht Risiko ein. Und man scheitert. Und dadurch wächst man und erlebt, wie Gott wirkt.

In der Bibel sind fast alle große Personen teils spektakulär gescheitert - Abraham zeugte ein uneheliches Kind; Mose mordete; David beginn Ehebruch und Mord usw. Unter Jesu innerem Kreis gab es einen, der auch bekannt war für seine spektakulären Fehlgriffe: Petrus. Er war der Draufgänger, der Risikomensch, der oft genug Dinge verraffte. Seine Liste ist beeindruckend:
- Transfiguration: Jesus wird auf einem Berg verklärt (übersinnliche Begegnung) und redet mit den längst verstorbenen Mose und Elia. Petrus meint darauf, man solle ein Zelt bauen. Die Bibel meint dann: er wusste nicht, was er redete."
- Wasserlaufen: mit im Sturm kommt Jesus übers Wasser gelaufen. Petrus meint, er würde das auch gerne. Tatsächlich läuft er ein paar Schritte auf Wasser, bis er plötzlich untergeht.
- Bekenntnis: als es klar wird, dass Jesus die Erde verlassen wird, erklärt Petrus als erster Mensch, dass Jesus der Messias ist. Jesus meint darauf: �diese Erkenntnis kommt nicht von dir selbst." Und außerdem: DU bist der Fels, auf den ich die Gemeinde baue.
- Kreuzigung: Jesus kündigt seinen Tod an, und Petrus meint, er wir bei ihm bleiben. Jesus sagt ihm, dass er ihn 3x verleugnen wird. Tatsächlich geht er nicht 24 Stunden als Verleugner in die Geschichte ein.
- Fischer: obwohl er seinen früheren Beruf als Fischer aufgegeben hat und von Jesus die Bestätigung bekommen hat, die Schlüsselfigur im Welterlösungsprojekt zu spielen, geht Petrus wieder in seinen alten Beruf als Fischer zurück.

Petrus scheitert so dramatisch, dass es fast unglaublich ist, dass Jesus ihn zum �Fels" erklärt. Er ist der Grundstein für die Kirche. Warum? Weil er bereit war, Risiken einzugehen. Er war bereit, seinen Glauben in Taten umzusetzen, selbst wenn er manchmal dabei scheitert. Er war bereit, wenn er scheitert, nicht loszulassen, denn seine Liebe zu Jesus war so groß, dass es ihm nicht nur um seinen Ruf ging. Als er letztlich diese Liebe 3x bekannt hat, bekommt er die Zusage: jetzt kannst du meine Schaft weiden.

Gegenbeispiel dazu ist Judas - der Finanzchef, der über jedes Detail wacht und dem nie was aus dem Ruder läuft. Er hat alles unter Kontrolle. Er ist gewissenhaft und vorsichtig. Er ist aber auch der, der letztlich wirklich verleugnet und keinen Weg zurück findet.

Kann man mit Scheitern nicht auch was kaputt machen?
Ja. Wenn es um große Konsequenzen geht, die andere beeinträchtigen oder nicht umkehrbar sind, ist auch Vorsicht gut. Allerdings ist der größte Grund, warum man sich nicht auf Scheitern einlässt der eigene Ruf, Bequemlichkeit oder Angst. Diese sollten nicht die Hauptgründe für eine Passivität sein.

Warum ist Scheitern notwendig?
Die Alternative zu Scheitern ist Passivität. Gott benutzt scheitern, damit klar ist, wo der Erfolg herkommt. Nicht von uns, sondern von ihm. Gott bringt uns ans Ende unsrer Selbst, damit wir nicht mehr in uns selbst vertrauen und offene Hände haben, um seinen Segen zu empfangen.

Drei Tipps, um vorwärts zu scheitern:
1.) Brenne deine Bote ab
Eine Fabel erzählt von einem Volk einer kleinen Insel, das gegen eine größere Insel in den Krieg zog. Sie waren im Verhältnis 1:4 unterlegen. Als sie auf der großen Insel landeten, sagte der Führer: jetzt brennen wir die Boote ab. Das taten sie und zogen in den Kampf - und gewannen. Jesus sagt an einer Stelle: Wer seine Hand an den Pflug legt und schaut zurück ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Glauben zu leben heißt, ihn ganz zu leben, und keine Hintertür offen zu lassen. Henri Nouwen meinte einst: der Weg zur geistlichen Reife ist, Ja zu Gott zu sagen.
2.) Nutze deine Möglichkeiten
Glaubensdinge erlebt man erst, wenn man es probiert. Es geht nicht nur um eine logische Wahrheit, die wir glauben, sondern eine Beziehung. Wimber sagte immer: Glaube buchstabiert sich RISIKO. Man hat nicht immer Möglichkeiten, aber wenn man sie hat kann man sie nutzen. Die Erfahrung zeigt, dass sich dann noch mehr Möglichkeiten auftun. Während wenn man sie nicht hat, ergibt sich auch weniger.
3.) Vertraue Gott statt deinen Erfahrungen
Die erste Vineyard hätte locker aufgeben können, als es sie 10 Monate brauchte, bis sie die ersten Wunder gesehen haben. Aber sie haben am Glauben festgehalten statt sich an ihren Erfahrungen oder Gefühlen zu orientieren. Petrus tat das gleiche: er vertraute Gott statt seinen Erfahrungen. AW Tozer meint: �Gott will das Unmögliche. Wie schade, dass wir nur das tun, was wir selbst können".

Letztlich ehren wir Gott mit mutigen Glauben. Letztlich ist es für uns spannender als nur Input in uns aufzunehmen. Letztlich liegt die Wahrheit des Glaubens im Tun. Du wirst scheitern. Aber du wirst vorwärts scheitern.

veröffentlicht von marlster am 17.5.06

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