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von Jesus lernen: ein sicherer Weg durchs Leben -- 8.Juli 2006

Markus schreibt die Geschichte von Jesus Leben in direkter und dramatischer Form. Zunächst kam Jesus und erlebte an eigenem Leib die Bestätigung durch Gott. Das nächste, was er tut: er sucht sich ein paar Leute, die den Weg mit ihm gehen. Bei ihm nimmt das einen spektakulären Zug an. Er sieht Leute und ruft sich einfach. Sie nehmen diesen Ruf an, geben ihren Beruf auf und folgen ihm.
Markus1: "16Als er aber am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. 17Und Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! 18Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. 19Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, wie sie im Boot die Netze flickten. 20Und alsbald rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Tagelöhnern und folgten ihm nach."
Jesus ruft die Leute zunächst zu sich. Es ging nicht nur darum, ein Programm aufzustellen oder Ziele zu erreichen. Sondern er ruft Leute in seine Nähe. Die Leute haben sich auch nicht selbst nominiert oder besondere Leistung gebracht. Sondern sie sind einfach gerufen – mit all ihren Problemen und Limitationen, die sich noch später zeigen sollen. Auch für uns ist das eine Grundlage für unser Leben mit Gott. Wir sind berufen. Er will uns. Wir folgen seinem Ruf.
Kürzlich habe ich mit einem Pastor über das Ziel in seiner Arbeit geredet: was erhofft er sich dadurch, dass Leute in seine Gemeinde kommen? Seine Antwort: dass Leute sich von Gott lieben lassen. Dass sie ihm nicht aus Schuld oder Zwang folgen, sondern dass sie die Liebe Gottes erkennen und gerne und froh mit ihm zusammen sind. Jesus hat die Jünger zu sich gerufen. Teil seiner Absicht war, dass sie seine Liebe verstehen und spüren. So sagt er dann an einer späteren Stelle (Johannes 15,15): ?Ich sage hinfort nicht, daß ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, daß ihr Freunde seid; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan.“ Er will die Berufenen (und uns) zu seinen Freunden machen. Als Jesus nach der Auferstehung Petrus begegnet, der ihn 3x verleugnet hat, fragt er ihn nur eine Frage: ?Liebst du mich?“. Das war ihm das wichtigste.
Jetzt ist es ja das eine, von Jesus berufen zu sein und sein Liebe zu empfangen. Das Problem ist dann, dass da auch noch andere Leute sind, die auch irgendwie berufen sind. Wenn man so ein paar Monate durch die Gegend marschiert, dann geht man sich sicherlich auch mal auf die Nerven, stresst sich, verletzt sich. Die Menschen, die einem im Leben am nähsten sind, verletzt man meistens am meisten. Das hat Jesus mit eingebaut. Das war seine Strategie, dass wir die Liebe Gottes erfahren. Durch seine direkte Gegenwart und in der Gemeinschaft von Freunden. Denn Liebe wird dann richtig groß, wenn wir in Krisen stecken oder versagen. John Wimber meinte einst: jeder Mensch braucht drei Bekehrungen – zu Jesus; zu Jesu’ Mission; zu Jesu’ Gemeinde. Es ist die letzte Bekehrung (zu den anderen Leuten), die unser Herz erweitert und in die Position bringt, die Liebe Gottes an uns ranzulassen.
Neben Berufung, Jesu Nähe und anderen Leuten, gibt es dann noch die Nachfolge. Alle, die berufen wurden, haben alles hinter sich gelassen. Jesus rief sie aus dem Alltag und ihren Plänen, wie das Leben laufen soll, in ein neues Leben. Sie sind mit ihm gegangen und mussten ihm folgen. Er bewegte sich und lud sie ein in ein Leben des Risikos.
Was bedeutet das für uns? Wie können wir das umsetzen?
Lass Menschen deine Schwächen sehen Dort wo wir transparent und offen sind, lassen wir die Liebe Gottes an uns ran. Alle Menschen kochen nur mit Wasser – haben Probleme, Limitationen, Sorgen, Ängste, falsche Vorstellungen. Wenn wir das versuchen, selbst zu regeln, entfernen wir uns von anderen und werden perfektionistisch. Häufig sind die Leute, die streng mit sich sind, auch nicht fähig, Geschenke zu empfangen oder Hilfe anzunehmen. Wenn wir offen sind, kann Gottes Liebe unser Herz berühren.
Seh Schwächen als Chancen für Gottesbegegnungen Nicht nur du hast Schwächen, sondern andere auch. Die natürliche Tendenz ist, beim Versagen von jemand anderes drauf zu hauen; schuldige zu finden; etwas besseres zu verlangen. Meist nerven die Schwächen von anderen auch – wir werden enttäuscht, verletzt, usw. Das war bei den Jüngern auch so. Aber in der Vergebung und dem Tragen voneinander können die anderen (und du selbst) die Liebe Gottes erfahren. Mat 5 heißt es: ?gesegnet sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit empfangen.“ Was wir weitergeben, erweitert unser Herz. Strenge Leute haben Schwierigkeiten, ihre eigenen Fehler anzunehmen. Wer barmherzig ist, wird von Gottes Barmherzigkeit berührt.
Lass dich in deine wahre Identität rufen Jesus hat mehr als nur unser tägliches Geschäft auf Lager. Die Menschen in Markus 1 hat er aus ihrem Beruf in eine größere Berufung geführt. Von Fischern zu Menschenfischern. Jeder von uns ist zu etwas mehr berufen als nur Mutter, nur Verkäufer, nur Computer-Arbeiter, nur Lehrer zu sein. Letztlich geht es darum, sich an der großen Mission zu beteiligen: Jesus kam, um die Werke des Teufels zu zerstören. Das ist auch Teil für dich, egal was du tust. Lass dich da rein rufen.
veröffentlicht von marlster am 17.7.06 0 Kommentare:
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