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Loslassen und gewinnen: Das Unwesentliche bereichert! -- 10. März 2007
Lukas 19 45Und er ging in den Tempel und fing an, die Händler auszutreiben, 46und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): «Mein Haus soll ein Bethaus sein»; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht. 47Und er lehrte täglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Angesehensten des Volkes trachteten danach, daß sie ihn umbrächten, 48und fanden nicht, wie sie es machen sollten; denn das ganze Volk hing ihm an und hörte ihn.
Nachdem das Volk Jesus beim Einzug nach Jerusalem schon missverstanden hat, nimmt er hier die Möglichkeit, sich noch klarer als König der Juden zu präsentieren. Er geht in den Tempel und räumt auf. Das war ein klares Zeichen, dass hier der Messias kommt – ein religiös politischer Führer, der Nation und Religion in Ordnung bringt. Die Leute finden das toll. Die Herrscher wollen ihn jetzt umbringen. Das ist auch der Anspruch von Jesus: Führer und Aufräumer zu sein. Die Lentenzeit dreht sich insgesamt um diese Reinigung und Wiederherstellung.
Allerdings hat es auch einen weiteren Aspekt für uns. Wenn man sich anschaut was Jesus reinigt und was seine Begründung wird, zeigt sich eine bewusste Handlung mit einigen Implikationen. Jesus ging in den äußeren Vorhof. Der wurde auch Hof der Heiden genannt. Der war ungefähr 3x so groß wie der Tempel selbst und fast eine Art kleiner Stadtteil. Dort war geplant, dass die Heiden kommen können, die ja rituell nicht so rein waren. Sie sollten dort die Schönheit der Tempels sehen können und einen Schritt näher zu Gott kommen. Allerdings kamen sie entweder nicht so regelmäßig oder die Juden hatten andere Pläne. Auf jeden Fall war der Hof irgendwann voll mit Händlern, die Temple-Utensilien verkauften. Opferzeug, Geldwechseln etc. Eigentlich alles nützlich.
Aber Jesus platzt der Kragen, weil eigentlich die ganze Idee des Volkes Israel war, dass sie eine Art Prototyp für die anderen Ländern sind, damit die die Güte Gottes verstehen. Sie sollten kommen und bei Gott Platz finden. Aber jetzt ist alles voll mit Händlern. Jemand versperrt den Adressaten von Gottes Güte die Sicht. Das regt Jesus so sehr auf, dass er die Gruppe ausstößt.
Seine Begründung lautet: mein Haus soll ein Bethaus sein. Wenn die Fremden kommen und beten wollen, soll kein Kommerz stattfinden, sondern sie sollen Raum finden, um Gott zu begegnen. Der Fremde soll seine Opfer bringen können und einen Zugang zu Gott finden. Das gleiche gilt in der heutigen Zeit: ob in der Gemeinde oder in deinem Leben – es soll Platz sein für andere, für Fremde, für Arme, für Suchende. Wir haben unser Leben so vollgestopft, dass wir dafür keinen Raum mehr haben. Jesus platz darüber der Kragen.
Jesaja 56: 1So spricht der HERR: Wahret das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, daß es komme, und meine Gerechtigkeit, daß sie offenbart werde. 2Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das aden Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun! 3Und bder Fremde, der sich dem HERRN zugewandt hat, soll nicht sagen: Der HERR wird mich getrennt halten von seinem Volk. Und der cVerschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum. 4Denn so spricht der HERR: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohlgefällt, und an meinem Bund festhalten, 5denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben; das ist besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll. 6Und die Fremden, die sich dem HERRN zugewandt haben, ihm zu dienen und seinen Namen zu lieben, damit sie seine Knechte seien, alle, die den Sabbat halten, daß sie ihn nicht entheiligen, und die an meinem Bund festhalten, 7die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus, und ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen mir wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn dmein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker. 8Gott der HERR, der die Versprengten Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu der Zahl derer, die versammelt sind, sammeln.
Gott will Menschen sammeln. Das ist von Anfang an sein Plan. Es startet mit Barmherzigkeit und es braucht Raum! Ich habe kürzlich ein Buch gelesen über den Wachstum des Christentums in den ersten Jahrhunderten. Ein wesentlicher Faktor war, dass die ersten Christen Barmherzig waren. Sie haben sich um Arme gekümmert. Sie haben sich um Kranke gekümmert. Dann gab es um 250 einige krasse Plagen, bei denen 1/3 der Menschen gestorben ist. Die Heiden sind geflohen, um die Krankheiten nicht zu bekommen (sogar die Ärzte). Aber die Christen haben sich um die Sterbenden angenommen. Dadurch sind viele gerettet worden und sie später Christen geworden. Das war der Stoff, wie eine kleine 100-Personen-Gruppe zur dominanten Ideologie in der Welt werden konnte. Es waren nicht die schlauen Gedanken oder die charismatischen Personen. Es war Hingabe, Offenheit für andere und Barmherzigkeit. Es war Gehorsam gegenüber Jesu Absichten.
Was kann das für uns bedeuten? 1. Prüfe regelmäßig dein OUT Wir stehen hier auf das Up-In-Out-Modell. Wachstum kommt durch Balance in diesen drei Richtungen. Bei den meisten ist out unterentwickelt. Finde Wege, wie du regelmäßig daran arbeitest, darin zu wachsen, indem du mit Leuten darüber redest, betest oder einfach aktiv wirst.
2. Komm zum Beten In der Belohnungshierachie steht das Gebet ganz oben. Die Belohnung wenn man zum Tempel kommt ist, dass man dann Gott begegnet. Gebet ist keine Pflichterfüllung sondern der Kern unsrer Beziehung mit Gott. Nutze die Möglichkeiten in der Gemeinde, miteinander zu beten, denn dann ist oft leichter.
veröffentlicht von marlster am 11.3.07 0 Kommentare:
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