|
|
die unterschätzte Kraft des Gebets: aus Krisen wachsen -- 5. Mai 2007
Verhüllte Sehenswürdigkeiten sind frustrierend. Man macht sich auf, freut sich auf den emotionalen Höhepunkt und findet dann nur eine Fassade.
Im Leben mit Gott gibt es ebenfalls solche Phasen der Enttäuschung. Die ersten Christen entwickelten bald ein Verständnis der verschiedenen Phasen im Leben mit Gott. Eine der zentralen Bilder für die Entwicklung war die Wüste. Einige der besten geistlichen Direktoren und Ratgeber warn die sogenannten Wüstenväter. Menschen, die in der Einöde Transformation suchten und fanden. Später wurde diese geistliche Dynamik auch mit „der dunklen Nacht der Seele" bezeichnet. Sie beschreibt eine Phase von Gottes Stummheit und seiner scheinbaren Abwesenheit. In wirklichkeit sind es aber Phasen der Transformation.
Was passiert da? Hosea 2,16-18: "16Darum siehe, ich will sie locken und will sie in die Wüste führen und afreundlich mit ihr reden. 17Dann will ich ihr von dorther ihre Weinberge geben und das bTal Achor zum Tor der Hoffnung machen. Und dorthin wird sie willig folgen wie zur Zeit ihrer Jugend, als sie aus Ägyptenland zog. 18Alsdann, spricht der HERR, wirst du mich nennen c«Mein Mann» und nicht mehr «Mein Baal»"
In der Wüste werden wir mit dem elementare Leben konfrontiert. Die Oberflächlichkeit und Hektik fällt weg und wir sind zurückgeworfen auf die Realität unter der Oberfläche. Unsere Beziehung mit Gott ist häufig geprägt von Konzepten, Terminen und Ambition. In der Wüste stirbt das alles, was häufig zu Frust führt. Dadurch kommt aber die inneren Realitäten zum Vorschein und die Beziehung zu Gott verwandelt sich von Äußerlichem zu Realem. Das hat mich daran angezogen: die Suche nach dem Echten. Wir vertrauen Gott, nicht weil wir ihn kontrollieren, er agiert oder sich zeigt, sondern weil wir ihn von innen her kennen. Das ist eine große Transformation: von Äußerlichkeit zu Gnade; von Leistung zu Herzenskontakt.
Was können wir tun? 1. Erkenne Gottes Souveränität an sage Ja zu Gottes Schweigen. Sich Gott unterordnen ist der wichtigste Schritt in der Bekehrung. Jesus ist Herr heißt seitdem unser Bekenntnis. Das muss gelebt werden in unserem Alltag, vor allem wenn Gott nicht so will wie wir das gerne hätten.
2. bete das Jesus-Gebet: Die Wüstenväter entwickelten das Jesus-Gebet: einfach Gebete, die Gott willkommen heißen. Weniger Erlebnischarakter, mehr die Aufmerksamkeit ihm zur Verfügung stellen.
3. achte auf die Jahreszeit deines Lebens: Halbkreis Winter, Frühling, Sommer, Herbst. Gott beschneidet. Das ist gut. Im Winter wird der Boden fruchtbar. Es bringt nichts, sich gegen die Jahreszeiten aufzulehnen.
Hiob: am Ende steht die direkte Erkenntnis Gottes. Hiob 42,5: " 5Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber cnun hat mein Auge dich gesehen.". Nach einer schweren Zeit ist Hiob raus gekommen und seine Beziehung mit Gott war verändert. Das ist die Verheißung von Krisen in unserem Leben. Das ist die Zusage, wenn Gott auch mal stumm bleibt.
veröffentlicht von marlster am 6.5.07 0 Kommentare:
|
 |