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Veränderung meistern - ich mache alles neu -- 2. Juni 2007
meine predigt vom samstag als kurzandacht:es war ein gewöhnlicher tag für die fischer am see genezareth. sie gingen ihrer arbeit nach und jesus kam einfach dazu, in ihr leben hinein und rief sie in die nachfolge. was kann uns die geschichte aus lukas 5 über berufung sagen? wie erkennen wir die vision gottes für unser leben und folgen ihr, auch in schwierigkeiten? manche elemente kehren immer wieder in berufungsgeschichten der bibel: jesus ergreift die initiative. er wendet sich an einzelne, hat einen plan für ihr leben und beginnt mit einzelnen, konkreten aufträgen, die oft erst später sinn ergeben. wichtig sind treue und gehorsam, auch im kleinen. skepsis und schwierigkeiten sind normal (die netze rissen). mögliche reaktionen: andere mit ins boot holen, weiter auf jesus hören. wichtig ist es, schritte zu gehen und nicht das mögliche zu messen an dem, was man bisher erlebt hat. gott schreibt nie “glatte erfolgsgeschichten” mit uns, sondern geht mit durch die probleme und benutzt sie. gott führt uns in berufung schritt für schritt hinein und wir wachsen, indem wir uns bewähren, so wie der treue gutsverwalter.berufung im neuen testament ist zuerst und vor allem berufung zur gemeinschaft mit jesus, zum frieden christi, zum ewigen leben und dazu, den segen zu erben (1. kor 1,9; 7,15; 1. Tim 6,12 u.a.). gott ist es immer wichtiger, wer wir sind - das ist die grundlage dafür, was wir tun und wie wir unser leben leben.die basis für alles was wir tun und was gott durch unser leben tut ist seine allmacht. er, der alles aus dem nichts geschaffen hat (hebr. 11,3) kann alles mögliche und unmögliche durch uns tun. jesus sagt: wenn ihr nur glauben hättet wie ein senfkorn, könntet ihr berge versetzen. warum passiert das so selten? ein grund ist, weil unsere perspektive so verengt ist. bei einem experiment aus dem Jahr 1953 hat man herausgefunden, das die Augen von fröschen nur vier arten von phänomenen erkennen können: deutliche kontraste, plötzliche änderungen in der beleuchtung, sich bewegende umrisse, und umrisse von kleinen, dunklen objekten. man kann sich denken, was für eine Weltsicht so ein Frosch hat: er erkennt gerade genug, um sich Futter zu besorgen oder Bedrohungen zu erkennen. Es ist genug, um, normalerweise, sein Überleben zu sichern, aber was er sieht ist extrem gefiltert und geprägt von seiner eingeschränkten Wahrnehmung. ähnlich ist auch unsere sicht der realität und besonders auf gott oft eingeschränkt, gewissermassen eine froschperspektive aufs reich gottes. dabei sollten wir die vogelperspektive einnehmen.dafür brauchen wir den zuspruch anderer. wie bonhoeffer richtig erkannt hat, funktioniert selbsuggestion in bezug auf gottes wahrheit nur bedingt, “darum braucht der christ den christen, der ihm gottes wort sagt”. so wird gottes wort für uns real und relevant. auch an der geschichte simons in der bibel wird deutlich: seine nachfolge beginnt mit einem zuspruch (”fürchte dich nicht…”) und er braucht ihn und bekommt ihn immer wieder, mehrmals noch nach der auferstehung (joh 21: “weide meine lämmer…”).es ist aber nicht alles nur eine frage der perspektive, es gibt auch reale schwierigkeiten. dabei ist realismus wichtig. wir sollten nicht negatives absolut setzen und in schwarz-weißdenken verfallen. die zukunft ist offen! genausowenig sollten wir schlechtes schön reden. stattdessen nach ressourcen schauen: was kannst du tun, wie können dir andere helfen, was erwartest du von gott?wichtig: losgehen, den ersten schritt machen, in bewegung sein - sonst passiert gar nichts! die längste reise, auch in berufung, beginnt mit dem ersten schritt. wenn wir was tun, kann gott damit etwas tun und uns auch korrigieren. wir müssen uns drauf einlassen. wenn wir denken, gott tut nichts, dann ist es vielleicht oft das was wir nicht erwarten (paradoxe intervention wie bei elia).grundlegend ist aber, dass gott uns nicht einspannt ins reich gottes, weil wir perfekt und heilig sind - denn dann würde nie etwas geschehen. sonder, dem prinzip der inkarnation folgend, kann er viel in unserem leben tun, obwohl wir schwach und fehlerhaft und sündhaft sind. er beginnt einen transformationsprozess mit uns und will von beginn an andere durch uns mit hineinnehmen. wichtig: egal wie du dich fühlst: geh los, fang an damit. mache schritte vorwärts. sei kein frosch, oder zumindest: sei ein frosch für jesus - dann kann er eine prinzessin oder einen prinzen aus dir machen.eph 1:18: “er öffne euch die augen, damit ihr seht, wozu ihr berufen seid, worauf ihr hoffen könnt und welch unvorstellbar reiches erbe auf alle wartet, die zu gott gehören”.
von Simon Laufer - http://simonlaufer.wordpress.com/2007/06/03/frosch-predigt/
veröffentlicht von marlster am 4.7.07 0 Kommentare:
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