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Kolosser remixed - Orientierung in jeder Situation - 4. August 2007

In unsrere Welt ist es manchmal nicht leicht, die Orientierung zu finden. Vor allem wenn man an einem Ort noch nie war oder keine zuverlässige Karte hat.

Der Brief von Paulus an die Kolosser adressiert eine Situation, wo Menschen auf der Suche nach Orientierung sind. Kolossä hatte viel Bewegung, viel Handel, viele Philosophien. Pluralität und alle möglichen Kombinationen waren an der Tagesordnung. Wie solle man sich da orientieren?

In Kol 1 betet Paulus für die neuen Christen für Wissen – ein Verstehen, wie sie in ihrem Leben navigieren sollen. Er betet für Stärke, damit sie diesen Weg auch gehen können. Dann präsentiert er Christus als Orientierungspunkt: er ist das Abbild Gottes und die Quelle von allem. Wir sind berufen, in dieser Welt als Ebenbild Gottes zu leben (und nicht als Ebenbild einer Philosophie, einer Maschine oder etwas anderem). Christus ist wie der Nordstern für die Orientierung in unserem Leben.

In einer bild-überschwemmten Welt
Einer Welt von Logos und Aufforderungen
Die auf unsere Gedanken einströmen
Eine Welt von schwacher und gefangener Imagination
In der wir zu stumpf und überschwemmt sind
Um anders zu denken
Einer Welt, in der das Reich der Wirtschaft und Unterhaltung
Ein Monopol auf unsere Gedanken hat
Ist Christus das Abbild Gottes in dieser Welt

Christus ist das Abbild par excellence!
das Bild über allen Bildern
das Bild, das keine Fassade ist
das Bild, das dir nichts verkaufen will
das Bild, das dich nicht manipuliert

Christus ist das Abbild des unsichtbaren Gottes
Das Ebenbild Gottes
Ein Haut-und-Knochen-Bild im Hier&Jetzt
Mit Freund und Leid
Ein Abbild von dem wie Gott ist
Gottes Abbild
Ein Haut-und-Knochen-Bild im Hier&Jetzt
Mit Freund und Leid
Ein Bild von uns
Wie wir als Ebenbilder Gottes sein sollten

Er ist die Quelle einer befreiten Imagination
Die Unterwanderung des Reiches
Denn alles beginnt und endet mit ihm
Alles
Alle Dinge
Alles, was du dir vorstellen kannst
Sichtbar und unsichtbar
Berge und Atome
Weltraum, Wohnraum, digitaler Raum
Ob Bundestag oder Holiday Park, SAP oder Telekom
Ob Bundeswehr oder die Uni Heidelberg
Alles wurde in ihm und durch ihn geschaffen

Er ist ihre Quelle
Ihr Sinn und ihr Ziel
Selbst in ihrer Rebellion
Selbst in ihrem Götzendienst
Er ist der Sourveräne Erhabene
Christ ist in und durch alle Dinge!

Was können wir nun tun?

1. Suche zuerst das Reich Gottes
Als die Leute fragen, wie sie sich den Lebensunterhalt verdienen sollen, woher sie Geld für Kleidung bekommen, antwortet Jesus, dass sie sich keine Sorgen machen sollen. Vielmehr sollen sie zuerst das Reich Gottes suchen und alles wird ihnen folgen. Wenn wir zuerst andere Dinge suchen (Karriere, Beziehung, Ambition), dann werden wir Stress haben. Wenn wir zuerst sein Wirken suchen, wird sich das Leben regeln.

2. Suche ihn für Interpretation
Wenn in unserem Leben was nicht klappt, wollen wir gerne Antworten. Wir suchen nach Prinzipien, Gründen, Zusammenhängen, die unser Leben erklären. Dabei fragen wir oft Leute oder lesen Bücher, Eine Alternative ist, dass wir direkt Jesus fragen, was er damit vorhat. Er ist Anfang und Ende von allem. Vielleicht hat er auch direkt was zu sagen zu unsrer spezifischen Situation.

3. Suche ihn in deinem Alltag
Anstatt zu Jesus nur zu kommen, wenn es Zeit für Gottesdienst ist, können wir ihn mit in unseren Alltag einbeziehen. Er ist überall. Theresa von Liseux macht es sich zum Anliegen, Gott zwischen Töpfen und Pfannen zu finden – in ihrem Alltag in konkreten Situation. Lass deinen Alltag nicht nur einen Strom von Aufgaben und Eindrücken sein, sondern öffne dich für seine Gegenwart darin.

veröffentlicht von marlster am 8.8.07

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